Chronik 2002

Bergtour 2002

Geschrieben von Michel.

Tourbericht Bishorn 4153m ü. N. N., Walliser Alpen

chronik02_bergtour_bishornSonntag 08.09.2002: Abfahrt gegen 16 Uhr in Niederkirchen. Unser Zielort ist Zinal in der Schweiz. Nach 4 Stunden erreichen wir den Genfer See und fahren das Rhonetal hoch. Auf der Höhe von Sion geht es dann in Serbentinen und teils sehr enger Straße hinauf nach Zinal. In der Ferne leuchten schon die teils über 4000 Meter hohen und schneebedeckten Gipfel in der Abendsonne. Zinal erreichen wir gegen 21h. Der Zeltplatz auf dem wir die erste Nacht verbringen, liegt am Ortsende; hier endet dann auch die Strasse. Der Zeltplatz in Zinal ist terassenförmig angelegt, mit kleinen Feuerstellen und  verfügt über einen Waschraum mit warmen Duschen. Direkt neben dem uns zugeteilten Fleckchen befindet sich ein Dutzend Kühe, die allesamt mit Glocken ausgestattet sind und dementsprechend unaufhörlich auf sich aufmerksam machen. Es verspricht eine ruhige Nacht zu werden. Nach 3 l Gulaschsuppe und ein paar Weizenbier, ziehen wir uns in die Zelte zurück. Es ist bitter kalt.

Montag 09.09.2002: Heutiges Ziel ist die Cabane de Tracuite auf 3265m. In den Rucksack packen wir nur das Nötigste wie Steigeisen, Klettergurt, Eispickel, Seil, frische Socken, Handy, Geld, regenfeste Kleidung und ausreichend Trinken. Nach 5 1/2h haben wir es geschafft und erreichen die Hütte, welche direkt an der Gletscherzunge liegt. Außer uns sind nur noch 3 andere Bergsteiger auf der Hütte,  die ebenfalls am nächsten morgen zum Bisshorn wollen. In der Essstube wird angekündigt, um wie viel Uhr der Hüttenwirt die Gäste weckt. Bergsteiger zum Weisshorn um 2h, die zum Bishorn um 5h und entsprechend findet auch die Zimmereinteilung statt. 

Dienstag 10.09.2002: Um halb vier ist die Nacht vorbei und unsere Zimmergenossen packen ihre Rucksäcke zusammen. Ein Blick aus dem Fenster reicht, um zu erkennen, dass es über Nacht richtig heftig geschneit hat und Enttäuschung macht sich breit. Ist die Besteigung des Gipfels überhaupt möglich? Wir beschließen liegen zu bleiben und bis acht Uhr zu schlafen. Zwei der drei anderen Bergsteiger haben es gewagt und sind vor zwei Stunden aufgebrochen. Wir folgen ihrer Spur gegen 9h. Nach gut 10 Minuten legen wir unsere Steigeisen an und bilden eine vierer Seilschaft. Das Wetter hat sich derweil extrem verbessert, so dass nun sogar die Sonne anfängt zu scheinen. Die erste Stunde ist ziemlich unproblematisch quer zum Gletscher dem Gipfel entgegen, sodass wir mit keinen größeren Schwierigkeiten rechnen und uns bereits in Kürze auf dem Gipfel glauben. Ganz so ist es dann aber doch nicht, denn schon bald geht es von flach in steiles Gelände. Vor uns sehen wir nun auch die anderen zwei Kollegen von der Hütte, die uns so schön die Spur vorziehen. Es scheint als warteten sie auf uns, denn wir holen sie sehr rasch ein. Die zwei Jungs scheinen völlig erschöpft und erwägen ab zu steigen. Nach einer kurzen Rücksprache wollen sie sich uns anschließen. Nun lag es an uns, im Tiefschnee vorweg zu gehen. Ein unglaublich kraftanstrengendes Unterfangen. Jetzt auf knapp 4000 Metern Höhe spüren wir und insbesondere der Vorangehende jeden Schritt. Aber wir kämpfen uns weiter durch den Schnee, dem Gipfel entgegen. Das Panorama im übrigen ist fantastisch und am Himmel zeigen sich auch nur noch vereinzelte Wölkchen. Nach einer weiteren Stunde, schon knapp unter dem Gipfel erreichen wir dann eine Schneebrücke über eine Gletscherspalte, die wir diesmal ohne weitere Probleme überqueren können, nicht ohne jedoch an das Jahr zuvor zu denken, als Michel am Similaun in eine Spalte stürzte. Von Links kommend, nähern wir uns dem Gipfelgrat. Fasziniert bestaunen wir die meterweit über den Grat ragenden Schneewechten und kurzzeitig ist uns mulmig zu mute. Gegen Mittag erreichen wir den Gipfel des Bishorn. Sehr erschöpft - wie uns Markus demonstriert - aber auch erleichtert und begeistert über die tolle Aussicht. Neben dem Weisshorn, mit seinem schmalen Gipfelgrat können wir auch den pyramidenförmigen Gipfel des Matterhorns bewundern. Nach 10 Minuten machen wir uns an den Abstieg zur Hütte, die wir gegen 15:30 erreichen. Nach nur einer halben Stunde Pause steigen wir weiter ab nach Zinal. Der Abstieg macht trotz Erschöpfung richtig Freude und nach nur 2 h erreichen wir unser Auto auf dem Parkplatz. Wenig später sind wir dann auch schon unterwegs nach Saas Fee, um die Tour bei einem schönen Abendessen ausklingen zu lassen. 

Mittwoch 11.09.2002: Snowboarden auf dem Gletscher in Saas Fee.
Dabei waren: Peter, Christian, Markus, Michel

Bildergalerie Bergtour Bishorn 4153m 

 

Zelten 2002

Geschrieben von Peter.

chronik02_wmzeltenPünktlich zum Eröffnungsspiel unserer deutschen Nationalmannschaft waren wir in Miro Kloses Heimat nahe bei Kusel zum Zelten. Der Zeltplatz war klein aber fein, die Stimmung durch das schöne Wetter, das 5l-Dosenbierangebot von Globus und den 8:0 Kantersieg Deutschlands gegen die Amateurkicker aus Saudi-Arabien hervorragend. Zur Begrüßung gab's (von den sonst so geizigen Schwaben) für jeden einen Chilli-Schnaps, der Tote zum Leben erwecken konnte. Ärgerlich war, dass wir mit einer extrem stumpfen Säge ständig Holz sägen mussten, um unser 24h-Lagerfeuer am lodern zu halten. Aber noch viel ärgerlicher war, dass wir bei der Abreise bemerkten, dass hinter der Hütte klein gehacktes Holz en masse lagerte und wir die ganze Zeit die Zeltstangen der örtlichen Pfadfinder zersägt hatten. Teilnehmer ca. 30 Personen, nicht überliefert

Bildergalerie Zelten 2002

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